Definition

Dressurreiten (Para-Equestrian-Sport,PE)

Dressurreiten als Sport für ReiterInnen mit Handicap erweitert das Angebot sportlicher Aktivitäten in einer Richtung, die bisher nur Nichtbehinderten zugänglich war.

Im Leistungssport nehmen behinderte ReiterInnen sowohl an Regelturnieren gemeinsam mit Nichtbehinderten als auch an speziellen Behindertenturnieren teil. Der Arbeitskreis „Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung“ des DKThR hat hierfür Richtlinien und eine Aufgabensammlung für Wettkämpfe im Behindertensport erarbeitet und mit dem Anschluss- und Kooperationsverband der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) e.V. abgestimmt.

Ähnlich wie in Rollstuhlsportarten (z.B. Rollstuhlbasketball) gibt es auch im Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung eine Einteilung der ReiterInnen aufgrund der Schwere der Behinderung in sogenannte „Grades“. Hiermit soll sichergestellt werden, dass „vergleichbare“ Einschränkungen zu „vergleichbaren“ Leistungen führen. Für jedes Grade existieren eigene Aufgaben.

Pferde und Menschen verbindet eine besondere Beziehung. Diese Erkenntnis ist bereits Tausende von Jahren alt. Ein Pferd kann die Arbeit des Krankengymnasten, des Pädagogen,       des Ergotherapeuten oder des Psychologen unterstützen - hatten Sie´s gewusst? 

Das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten prägt seit 40 Jahren die Ausgestaltung und Ausbildung im Therapeutischen Reiten Hippotherapie, , Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten, Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd, Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen. Erfahren und unterstützen auch Sie die heilenden Effekte des Therapeutischen Reitens.

Quelle: DKThR

Diziplinen

Dressurreiten (Para-Equestrian-Sport, PE):

Es gibt 5 verschiedene Startklassen (engl.: Grades), in denen jeweils mehrere „Profile“  zusammengefasst werden. Diese Behinderungen können höchst unterschiedlich sein, es kommt nur auf die Möglichkeit der Einwirkung auf das Pferd an. Und diese wird bei der Klassifizierung der ReiterInnen ermittelt und einem Profil zugeordnet.

·         Grade I

·         Grade II

·         Grade III

·         Grade IV

·         Grade V

Grade I:

In Grade I starten die am schwersten behinderten ReiterInnen. Die Athleten sind hauptsächlich Rollstuhlbenutzer, entweder mit geringer Rumpfbalance oder mit begrenzter Arm- und Beinfunktionen. Athleten mit komplett fehlender Rumpfbalance bzw. Koordinationsfähigkeit, aber guten Armfunktionen sind auch in dieser Klasse startberechtigt. Geritten werden Prüfungen ausschließlich im Schritt.

Grade II:

In Grade II starten ebenfalls meistens Rollstuhlbenutzer mit starken Einschränkungen der Beinfunktionen und der Rumpfbalance. Meist sind auch die Funktionen / Koordinationsfähigkeiten des Oberkörpers und / oder der Arme stark eingeschränkt. Die Prüfungen bestehen aus Schritt- und kleineren Trabsequenzen.

Grade III:

In Grade III starten oft Rollstuhlbenutzer mit starken Einschränkungen der Beinfunktionen und/oder der Rumpfbalance, aber mit guten bis leicht behinderten Armfunktionen. Athleten ohne Bewegungsfunktionen eines Armes und eines Beines sind auch in dieser Klasse startberechtigt. Die Prüfungen bestehen aus Schritt- und Trabsequenzen und wahlweise in der Kür mit bestimmten Galopplektionen.

Grade IV:

Grade IV ist ein „Sammelbecken“ verschiedenster Handicaps. Die Athleten können in der Regel ohne Unterstützung gehen. Sie haben Behinderungen entweder an einem Arm und einem Bein, mäßige Behinderungen in beiden Armen und beiden Beinen oder schwere Behinderungen der Arme. Athleten, die als B1 (blind) klassifiziert sind, können auch in dieser Klasse starten, ebenso Menschen mit mentalen Einschränkungen. Die Prüfungen bestehen aus Schritt-, Trab- und Galoppsequenzen. Die Anforderungen entsprechen vergleichbar der Klasse L im Regelsport.

Grade V:

Grade V - ReiterInnen müssen Aufgaben vergleichbar zur Dressur der Klassen L bis M im Regelsport auf „Normalturnieren“ absolvieren. Die Athleten haben Behinderungen nur in einer oder zwei Gliedmaßen oder Einschränkungen der Sehfähigkeit. Etwa eine Behinderung der Hand oder auch das Fehlen einer Hand berechtigt genauso zum Start in dieser Klasse wie das Fehlen eines Unterschenkels. Die Prüfungen bestehen aus Schritt-, Trab- und Galoppsequenzen, wobei die Kür viele hochklassige Lektionen enthalten kann, wie z.B. 3er und 4er Wechsel, halbe Galopppirouetten etc. Piaffe und Passage sind nicht erlaubt.

Zielgruppe

Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung jeden Alters und Geschlechts.

Klassifizierung

Klassifizierungen dienen der Chancengleichheit im sportlichen Wettkampf. Sobald es um den Vergleich sportlicher Leitungen geht ist daher eine Klassifizierung Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Wettkampf.

Im BSV Rheinland-Pfalz ist dies der Fall, sobald eine Landesmeisterschaft ausgespielt wird. Bitte beachten Sie hierbei, dass viele Landesmeisterschaften parallel mit Pokalturniere stattfinden, zu denen i.d.R. keine Klassifizierung erforderlich ist.

Alle für die Klassifizierung erforderlichen Unterlagen finden Sie auf unserer Seite oder sprechen Sie direkt die Ansprechpartner des Referats Sport an.

Weiter zum Klassifizierungssystem...

Ihr Ansprechpartner

Fachwart Dressurreiten:

Frau Hannelore Brenner

Mühlgasse 19

67591 Wachenheim

0171-6519095