Landeskader

Landeskader:

In enger Zusammenarbeit zwischen Fachwart, Landestrainer und Sportreferenten wurden Kaderkriterien entwickelt die sich an den DBS-C-Kader -Kriterien in abgeschwächter Form anlehnen.

Der Kaderbereich des BSV-RLP ist gegliedert in die Bereiche Land und Bund. Im Land ordnen wir in Landeskader und Landesnachwuchskader ein.

Der BSV-RLP besitzt oder richtet einen Landeskader ein, welcher durch einen qualifizierten Landestrainer und Fachwart betreut wird. Die Maßnahmen des Kaders werden in die Haushaltsplanungen aufgenommen und nach Haushaltslage entsprechend gefördert. Die Nominierung in den Landeskader erfolgt durch den Landestrainer in Rücksprache mit zuständigem Fachwart. Der Athlet verpflichtet sich gegenüber dem BSV durch eine Athletenvereinbarung und der Anerkennung des Anti-Doping-Codes.

Die Dauer des Status beträgt ein Jahr und kann jederzeit wieder aberkannt werden. Nach Ablauf des Jahres kann der Landestrainer den Athleten erneut berufen

Kaderkriterien

Die Kaderzugehörigkeit ist vom Alter unabhängig. Entsprechende Leistungen müssen auf Landesebene/Bundesebene erreicht werden.

Für die Aufnahme in den Landeskader sind folgende Leistungen zu erbringen:

  • Platz 1-3 bei Landesmeisterschaften 
  • Platz 1-6/N-3 bei Deutschen Meisterschaften
  • (sportartspezifisch)
  • Nationale und internationale Klassifizierbarkeit
  • Teilnahmepflicht an Lehrgängen und Landesmeisterschaften
  • Verlässlichkeit
  • Persönlichkeit/Vorbildfunktion
  • Leistungsperspektive 
  • Anerkennung der Anti-Doping-Richtlinien
  • Die Dauer der Kaderzugehörigkeit beträgt ein Jahr und wir nach Ablauf geprüft 

Para-Sportschießen

Landeskader Sportschießen

  1. Langfristiger Trainings- und Leistungsaufbau
  2. Struktur des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus

1. Ziele des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus

Das Nachwuchstrainingssystem ist darauf gerichtet, Sportler systematisch auf künftige sportliche Spitzenleistungen, die sich am internationalen Leistungsstandard orientieren, vorzubereiten.

Die Systematik des Trainings muss sich daher sportartspezifisch an den objektiven Gesetzmäßigkeiten und Anforderungen für den langfristigen Aufbau sportlicher Spitzenleistungen ausrichten. Der langfristige Trainings- und Leistungsaufbau ist ein zielgerichteter Prozess zur Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit und der Leistungsbereitschaft von Beginn des leistungssportlichen Trainings bis zum Erreichen sportlicher Spitzenleistungen.

Er wird als einheitlicher, in sich geschlossener Prozess in inhaltlich akzentuierten und systematisch aufeinander aufbauenden Trainingsetappen konzipiert und realisiert.

2. Struktur des langfristigen Trainings-und Leistungsaufbau

Mit der Gliederung des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus in Etappen werden aus der Sicht der Sportart ausbildungsgerechte Zwischenziele gesetzt. Damit diese erreicht werden, sind bestimmte Trainingsinhalte, Belastungsmaße, Trainingsmethoden sowie organisatorische Lösungen zuzuordnen. Allgemeine Grundausbildung Dem langfristigen Trainings- und Leistungsaufbau ist die Allgemeine Grundausbildung (AGA) vorgeschaltet.

Deren Ziele sind die Entwicklung sportlicher Interessen sowie die Talentsuche. Die allgemeine Grundausbildung ist der Vorbereitungsstufe für ein leistungsorientiertes Training und dem eigentlichen Trainings- und Leistungsaufbau vorgelagert und sollte schon in den Vereinen geleistet werden.

Talentsuche, Talenterkennung Talentsuche, Talenterkennung ist kein punktuelles Ereignis. Sie erfolgt im Rahmen eines systematischen und leistungsorientierten Trainings und Wettkämpfen in allen Etappen des "Nachwuchstrainings"*. Bei der Beurteilung der individuellen Leistungsfähigkeit sind Zusatzkriterien wie kalendarisches Alter, bisheriges Training und biologischer Entwicklungsstand unbedingt zu berücksichtigen (immer unter Berücksichtigung der individuellen körperlichen Einschränkungen).

Talentsuche und Talenterkennung verlangen bestimmte eignungsdiagnostische Einsichten und einen pädagogisch verantwortungsvollen Umgang mit Sportlern. Talentbeurteilungen sind Wahrscheinlichkeitsaussagen, deren Gültigkeit zumeist nur auf die nächste Trainingsetappe begrenzt werden kann. Talenterkennung ist ohne Training nicht möglich. Talent ist immer der ganze Mensch. Talentkriterien könnten ihn "zerlegen", wesentliches seiner Persönlichkeit auslassen.

Deshalb ist das integrative Urteil des Trainers als Pädagoge, eine die Einzeldaten zusammenführende Gesamteinschätzung über Ausprägungsgrad und Entwicklungsverlauf der sportlichen Leistungsfähigkeit unverzichtbar. Der Trainingsaufbau des "Nachwuchssportlers" ist in einzelne Trainingsetappenuntergliedert.

Die Trainingsetappen beginnen mit dem Grundlagentraining (GLT) und setzen sich mit dem Aufbautraining (ABT) über das Anschlusstraining (AST) bis zum Hochleistungstraining (HLT) fort. In der Regel beträgt die Dauer der Trainingsetappen jeweils drei Jahre und bis zum Erreichen der internationalen Wettkampfhöhepunkte im Durchschnitt neun bis zehn Jahre. Die individuell höchste sportliche Leistungsfähigkeit wird in Abhängigkeit vom Höchstleistungsalter nach ca. 10 bis 16 Trainingsjahren erreicht.

* Mit Nachwuchssportler sind hier nicht Jugendliche in der klassischen Nachwuchsförderung gemeint, sondern verunfallte, durch Krankheit oder von Geburt her beeinträchtigte Personen, die diesen Sport ausüben.

Spezifische Kaderkriterien Sportschießen

Luftgewehr Männer: 

  • Disziplin LG 60-Schuss 560 Ringe;
  • LG 40 Schuss 370 Ringe.


Luftgewehr Frauen
Disziplin LG 40 Schuss 365 Ringe.

Kleinkaliber Männer:

  • Disziplin KK 60 Schuss liegend 560 Ringe;
  • KK 3x40 ( Dreistellungskampf 120 Schuss) 1080 Ringe.

Kleinkaliber Frauen: 

  • Disziplin KK 3x20 (Dreistellungskampf 60 Schuss) 540 Ringe

.Kontakt:

Joachim Zimmermann

0171-2868013

 

Para-Dressur

Para-Dressur

Seit einigen Jahren finden im Winterhalbjahr jeweils 5 Wochenendlehrgänge in Wonsheim (IG Therapeutisches Reiten Rhein-Nahe) bei der Landestrainerin Uta Gräf statt.

Die Reiter(innen) kommen aus der ganzen Bundesrepublik, starten aber für einen Verein aus Rheinland-Pfalz, der dem Behindertensportverband Rheinland-Pfalz angeschlossen ist. In den meisten Fällen ist es die IG Therap.Reiten in Wonsheim und der Reitclub Hofgut Petersau in Frankenthal.

Zur Zeit werden 12 Reiterinnen mit unterschiedlichen Handicaps eingeladen, an dem Lehrgang teilzunehmen. Hierunter sind Reiterinnen, die über die Therapie den Weg in den Sport finden, sowie Reiterinnen, die bereits erfolgreich im Regelsport und / oder im Para-Equestrian Sport unterwegs sind.Somit sind annähernd alle Startklassen (Grades) auf diesen Lehrgängen vertreten.

Ziel der Lehrgänge: (kurzfristige Ziele):

Die Reiter haben die Gelegenheit, ihr Pferd an drei aufeinanderfolgenden Tagen vorzustellen. Einstellen können sie ihre Pferde bei der IG, die sich auch um die Rundumversorgung kümmert. Frau Gräf nutzt die drei Tage, um zunächst die Ausgangslage des jeweiligen Paares zu bestimmen. Sie erkennt die Schwierigkeiten und die Entwicklungsmöglichkeiten des Pferdes, bzw. des Paares und stimmt ihre Trainingseinheiten darauf ab. Zwischendrin bespricht sie mit dem Reiter die einzelnen Punkte und Verbesserungsmöglichkeiten.Das führt dazu, dass eine stetige Verbesserung des Pferdes und des Reiters über den gesamten Trainingsverlauf zu erkennen ist. Unterstützt und begleitet wird das Training durch Videoaufnahmen und -besprechungen. Frau Gräf gibt Empfehlungen und Vorgaben für die folgende Arbeit zuhause und auf den folgenden Turnieren.

Ziel der Lehrgänge (langfristige Ziele):

Langfristige Ziele sind die Verfestigung bestimmter Lösungswege und -strategien von dem jeweiligen Reiter-Pferde-Paar, so dass eine weitere Arbeit auf dieser Basis auch Zuhause möglich ist. Wenn möglich, wird der Heimtrainer mit einbezogen. Der reichhaltige Erfahrungsschatz von Frau Gräf versetzt sie in die Lage, auf die unterschiedlichsten Probleme eingehen und entsprechende Lösungsstrategien entwickeln zu können. Auf lange Sicht sollen somit eine steigende Anzahl von Reiter(innen) in die Lage versetzt werden, erfolgreich an nationalen und / oder internationalen Reitturnieren teilzunehmen.

Ein wesentlicher Aspekt ist auch die Ausbildung von Nachwuchspferden, so dass an den Lehrgängen ebenfalls Trainer bzw. Ausbilder teilnehmen können, die Pferde für behinderte Reiter aus Rheinland-Pfalz ausbilden

Spezifische Kaderkriterien Para-Dressur 

  • Turnierreife (je nach Behinderung E-oder A-Dressur ·
  • Bei Grade IV auch L-Dressur ·
  • Entsprechendes Pferd

Kontakt
Hannelore Brenner

hanne.brenner@email.de

Rollstuhlrugby

Landeskader Rollstuhl-Rugby

Zur Zeit umfasssen 10 Spieler und drei Betreuer den Kern des Landeskaders.

Trainiert wird das Team vom Landestrainer Jörg Holzem im Landesleistungszentrum Koblenz in der Conlog-Arena.

Mit Ausnahmen besitz der Kader das Niveau einer 2.Liga-Mannschaft. Der Landeskader belegte im letzen Jahr den 2.Paltz beim Länderpokal.

Assistenten/Helfer

Dem BSV ist bekannt, dass in einigen Sportraten Helfer/Assistenten benötigt werden. Die Kosten für werden in der Gesamtfinanzierung des Haushaltsplanes berücksichtigt.

Kontakt:

Jörg Holzem

0171-2660769

 

 

Para-Boccia

Landeskader Boccia

Im Landes- Trainingsstützpunkt Bad Kreuznach wurden im abgelaufenen paralympischen Zyklus wichtige Strukturen gefestigt. Sämtliche Lehrgänge der Boccia Nationalmannschaft konnten in Bad Kreuznach stattfinden, zusätzlich diverse Nachwuchs Maßnahmen.

 

Die barrierefreie Sporthalle als zentraler Ort ist nach wie vor einzigartig in Deutschland. Neben den fest markierten 5 Boccia-Spielfeldern sind durch Investitionen, überwiegend seitens des BSV Rheinland-Pfalz, wichtige Materialien hinzugekommen. Beispielsweise ein Balltest Gerät, eine elektronische Anzeigetafel für Boccia oder auch ein Lifter, so dass Spieler, die diese Hilfe benötigen, jederzeit die Toilette benutzen können. Sehr wichtig ist auch die Ausstattung mit verschiedensten Bällen (Härtegrade, Oberfläche), die durch Kaderspieler genutzt werden und zur Simulation von internationalen Gegnern dienen. Die elektronische Anzeigetafel kann zwar nur ein Spielfeld abdecken, ist aber derzeit immer noch die einzige in Deutschland und für die Wettkampfsimulation bedeutsam.

Die Zusammenarbeit mit dem OSP Rheinland-Pfalz/Saarland und dem sportmedizinischen Untersuchungszentrum in direkter Nähe läuft sehr gut. Der Sportarzt Dr. Jens Stening ist für die Spieler mittlerweile eine Vertrauensperson. Die Übernachtungssituation ist auch gut . Das zu nutzende Haus der kreuznacher diakonie liegt näher zur Sporthalle, ist sehr kostengünstig und kann z.B. 14 Pflegebetten aufweisen. 

Auch im Boccia ist international die Leistungsentwicklung und Professionalisierung enorm vorangeschritten. 

Spezifische Kaderkriterien Boccia

  • Platz 1-3 in der nationalen Rangliste für internationale Wettbewerbe ·
  • Frauenquote für Paralympics ·

Aufstellungsreglung Paarwettbewerb BC 3

Kontakt:

Daniela Glaß

0170-6733354