BSV mit enormem Zuwachs

erstellt am: 13. Mai 2013

Der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz hat seine Mitgliederzahl in einem Jahrzehnt mehr als verdreifacht

 Koblenz. Der Behinderten- und Rehabilitationssport boomt im Land. Das lässt sich auch an der Entwicklung der Mitgliederzahlen ablesen: Im vergangenen Jahr konnte der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) eine Steigerung um fast 20 Prozent verbuchen. In absoluten Zahlen heißt das: Die Mitgliederzahl wuchs von 28.962 auf 34.693. Für BSV-Präsident Karl Peter Bruch kommt dieser Erfolg nur bedingt  überraschend: „Die gute Arbeit unserer Vereine und die des Verbandes insgesamt zieht die sportinteressierten Menschen immer mehr an, daher finden sie den Weg in unsere Mitgliedsvereine.“

Schon in den Jahren zuvor befand sich der BSV in der Mitgliederentwicklung auf Erfolgskurs – so stark wie im vergangenen Jahr war der Zuwachs aber nie. Zu Beginn des Jahrtausends hatte der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz 9.600 Mitglieder in seinen Vereinen. Der Anstieg war in den Folgejahren stetig, aber gering: Erst im Jahr 2004 wurde die Marke von 10.000 überschritten. Ab 2009 legte der Verband dann mit Steigerungsraten um jährlich mehr als 3.000 neue Mitglieder zu. Der massive Anstieg um mehr als 5.700 neue Kinder, Jugendliche und Erwachsene im BSV im vergangenen Jahr stellt nun eine absolute Rekordmarke dar.

Die Gründe für den enormen Erfolg sind vielschichtig. Die Verbandsarbeit ist auf Nachhaltigkeit und nicht kurz-, sondern eher mittel- und langfristig angelegt. Das trägt nun Früchte. Zudem profitiert der Sportverband davon, dass „Inklusion“ – also das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten – zu einem vieldiskutierten Thema geworden ist und damit auch die Arbeit des BSV stärker in den Fokus rückt. Der Verband ist den Weg, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich miteinander Sport treiben, schon lange gegangen, bevor der Begriff Inklusion das erste Mal genannt wurde.

Auch die großen und medienwirksamen Erfolge der rheinland-pfälzischen Sportler in den vergangenen Jahren – ganz besonders natürlich bei den Paralympics in London – haben dazu beigetragen, dass der Behindertensport in der Öffentlichkeit stärker und vor allem positiv wahrgenommen wird. Die außergewöhnlichen Erfolge der rheinland-pfälzischen Sportler basieren dabei auf der Zusammenarbeit des Verbandes mit Partnern in Sport, Politik und Gesellschaft, die Rheinland-Pfalz schon seit langem zu einem Vorbild in Deutschland macht, was die gleichberechtigte Förderung paralympischer und olympischer Spitzenathletinnen und Spitzenathleten angeht.

Nicht zu unterschätzen ist aber auch, dass in der Gesundheitspolitik ein Umdenken eingesetzt hat, das stärker auf Prävention und körperliche Fitness setzt. Die positiven Auswirkungen des  Rehabilitationssports auf den Genesungsprozess werden von Ärzten und Krankenkassen immer stärker gewürdigt und auch entsprechend verordnet – für Karl Peter Bruch ist dies der einzig richtige Weg: „Sport als Hilfe zur Selbsthilfe, dieser Ansatz bildet den Grundgedanken im Rehasport und dieser Grundgedanke wird in unseren Vereinen vorbildlich gelebt.“