Höchstleistung trotz Handicap

Kinofilm „GOLD“ feiert Rheinland-Pfalz-Premiere / Innenminister Lewentz: Inklusion zentrales Thema

erstellt am: 28. Februar 2013

Bildunterzeile: siehe unten im Text

Rheinland-Pfalz. Sport hilft, neuen Lebensmut zu fassen. Das ist eine Botschaft des aktuellen Kinofilms „GOLD – Du kannst mehr als du denkst“. Heute ist bundesweiter Kinostart. Bereits gestern feierte der außergewöhnliche Dokumentarfilm seine Rheinland-Pfalz-Premiere im CineStar in Mainz. Zu der Vorstellung geladen hatten die Unfallkasse Rheinland-Pfalz sowie der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz. Unter den Gästen befand sich auch Innenminister Roger Lewentz, der den Film als „GOLD-Botschafter“ unterstützt.

„Tolle Menschen, toller Film!“, so die einhellige Meinung der Zuschauer nach der Vorstellung von „GOLD“. Der Dokumentarfilm handelt von drei ambitionierten Spitzensportlern mit Behinderungen und begleitet sie auf dem Weg zu den Paralympics 2012 in London. „Die Geschichte ist fantastisch, mitnehmend und sehr berührend“, so Innenminister Lewentz bei der Premiere. „Und sie zeigt, dass sich hinsichtlich der Inklusion von Menschen mit Behinderungen viel bewegen lässt, wenn alle gemeinsam in eine Richtung zielen.“ Inklusion sei ein zentrales Thema für das Ministerium in diesem Jahr. „Gemeinsam mit verschiedenen Partnern planen wir mehrere Projekte, um die Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz zu verbessern“, so der Minister.

Inklusion durch Rehasport

Ein wichtiger Partner ist hierbei die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im Land verfügt sie über eine jahrzehntelange Erfahrung in der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung nach einem Arbeits-, Schul-, Wegeunfall oder einer Berufskrankheit. Mit dem eigens aufgelegten „Aktionsplan der gesetzlichen Unfallversicherung zur Umsetzung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung“ entwickelt sie darüber hinaus derzeit verschiedene Lösungen für mehr Inklusion in Rheinland-Pfalz. „Menschen mit Behinderungen die größtmögliche gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, ist eine der Leitlinien der gesetzlichen Unfallversicherung“, so Günter Kern, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und Landrat. Eines der wichtigsten Mittel zur Inklusion sei dabei der Rehabilitationssport. „Durch Sport erfahren Menschen mit Behinderung, dass sie trotz ihres Handicaps sportliche Höchstleistungen vollbringen können – und damit tatsächlich mehr können, als sie denken“, sagte Kern und verwies so auf den Untertitel des Films.

Dass Sport für Menschen mit Behinderungen ein „wichtiger Türöffner“ sein könne, bestätigte auch Karl Peter Bruch, Präsident des Behinderten- und Rehabilitationssport-Verbandes Rheinland-Pfalz. „Der Film GOLD zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie das geht.“ Im Land habe sich in Sachen Inklusion bereits einiges bewegt. Doch sei auch noch vieles zu tun: „Wir stehen immer noch ganz am Anfang“, so Bruch.

Der Film „GOLD – Du kannst mehr als du denkst“ ist eine Produktion der Parapictures Film Production und auf Initiative der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Er feierte Weltpremiere auf der 63. Berlinale in diesem Jahr.

Bildunterzeile: Sie ließen sich die Rheinland-Pfalz-Premiere von „GOLD – Du kannst mehr als du denkst“ nicht entgehen (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gunnar Schwarting (Geschäftsführer Städtetag Rheinland-Pfalz), Ruth Leppla (MdL), Manfred Breitbach (stv. Geschäftsführer Unfallkasse Rheinland-Pfalz), Innenminister Roger Lewentz, Hannelore Klamm (Vizepräsidentin Landtag Rheinland-Pfalz), Landrat Günter Kern (Vorsitzender der Vertreterversammlung Unfallkasse Rheinland-Pfalz), Karl Peter Bruch (Präsident Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz) und Bianca Vogel (zweimalige Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Paradressur).

Presseartikel Bernd Paetz