Landesjugendspiele Nieder-Olm 2017-Ab in den Schatten und viel trinken

erstellt am: 31. Mai 2017

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Ab in den Schatten und viel trinken

Viele Betreuer zeigten sich bei den 43. Landesjugendspielen des BSV in Nieder-Olm gut vorbereitet

Nieder-Olm. Mit großen Open-Air-Events ist das bekanntlich so eine Sache: Der Organisationsaufwand im Vorfeld ist groß am Tag selbst ist man dann aber vor allem auf gutes Wetter angewiesen. Im vergangenen Jahr war der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) in dieser Hinsicht schwer gebeutelt. Gleich zwei seiner größten und traditionsreichsten Veranstaltungen fielen buchstäblich ins Wasser, weil schwere Unwetter Sport im Freien nur in sehr eingeschränkter Form möglich oder sogar gefährlich machten: die Landesjugendspiele (LJS) in Nieder-Olm und das Landesschwimmfest in Nassau. In diesem Jahr drohte das Wetter bei den LJS in anderer Hinsicht einen Strich durch die Rechnung zu machen: Es war fast zu heiß für sportliche Aktivitäten in der prallen Sonne eines Stadions   aber glücklicherweise eben nur fast.

Chef-Organisator Dominic Holschbach zeigte sich am frühen Morgen erleichtert. "Die paar Grad weniger als gestern sind Gold wert. Bei 35 Grad im Schatten hätten wir die Wettbewerbe nicht durchführen können, zumal auf dem Rasen ja nirgendwo Schatten ist. Aber so lässt sich das gut machen, wenn man ein paar wichtige Verhaltensgrundregeln einhält."

Und das taten die Betreuer der mehr als 320 jungen Sportler und Sportlerinnen aus dem ganzen Land aus eigener Erfahrung: Zum Beispiel die vier Begleiter der 12 Mädchen und Jungen, die aus Rockenhausen von der Schule am Donnersberg angereist waren. Alexandra Lang, die selbst seit elf Jahren mit den Schülerinnen und Schülern nach Nieder-Olm fährt, und ihre Kollegen hatten ein Mädchen, das im Vorjahr die Hitze nicht gut vertragen hatte, zu Hause gelassen: "Man muss ja auch bedenken, dass auf dem Heimweg noch eine Dreiviertelstunde Busfahrt ansteht, was bei dieser schwülen Hitze ja auch nicht angenehm ist." Für die 16-köpfige Gruppe hatten sich die Betreuer frühzeitig ein schattiges Plätzchen gesichert und mit Zelt und Sonnensegel ausgestattet. Alexandra Lang: "Wir achten bei diesem Wetter noch mehr darauf, dass die Kinder viel trinken   und dass sie sich nicht zu lange am Stück in der Sonne aufhalten."

So konnten denn die 43. Landesjugendspiele reibungslos über die Bühne gehen mit dem immer vorhandenen sportlichen Ehrgeiz, aber auch mit der erforderlichen Vernunft. Ob nun klassischer Dreikampf aus Werfen, Springen und Laufen oder die speziellen Disziplinen für Sehbehinderte oder Rollstuhlfahrer alle Wettkämpfe waren von der Sonne verwöhnt und machten den Sportlern wie auch den Betreuern und den zahlreichen Schülern, die als Helfer an den einzelnen Stationen eingeteilt waren, sichtlich Spaß. Und im Jahr 2017 stimmte auch das Wetter-Timing perfekt: Fast unmittelbar nach dem Ende der Wettbewerbe zog ein Gewitter auf.