Neue Vergütungssätze im Rehabilitationssport bei den Ersatzkassen - aber leider noch nicht sofort

erstellt am: 17. Juli 2018

Überproportionale Steigerungen für kostenintensive Sportgruppen

Frechen, 17. Juli 2018. Auf Initiative des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) konnten in den seit Jahresbeginn laufenden Verhandlungen mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) weitere positive Trends im Rehabilitationssport manifestiert werden. Der DBS hat hierbei die gemeinsame Position des gemeinnützigen Sports in enger Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vertreten.

Da aber die Vertragsverhandlungen mit den Primärkrankenkassen noch nicht abgeschlossen sind und sehr wahrscheinlich auch frühestens zum 1.1.2019 abgeschlossen sein werden, gelten die eigentlich rückwirkend zum 1.7.2018 erhöhten Vergütungssätze derzeit in Rheinland-Pfalz noch nicht. Dies trifft auch für viele weitere Bundesländern zu, in denen die Primärkassenverhandlungen noch nicht beendet sind.

 Neben einer allgemeinen Steigerung der Vergütungssätze im VdEK-Vertrag wurde insbesondere der Vergütungssatz von kostenintensiven Angeboten gesteigert. Konkret konnten für die Angebote im Wasser, Angebote für Kinder und für spezifische Übungsgruppen für schwerstbehinderte Menschen überproportionale Steigerungen erreicht werden.

Aufgrund der weiterhin bestehenden Günstigkeitsregelung ist es in unserem Bundesland so, dass die veränderten Vergütungssätze erst mit zeitlicher Verzögerung greifen werden. Für die Höhe des tatsächlich gewährten Vergütungssatzes spielen dabei die Vereinbarungen auf Landesebene eine ausschlaggebende Rolle. Da diese in Rheinland-Pfalz noch nicht abgeschlossen sind, kann leider noch keine Aussage über die letztendliche Höhe getroffen werden.

"Die allgemeine Steigerung der Vergütungssätze war dringend notwendig, um die für die Vereine zunehmenden Kosten ausreichend decken zu können. Die Rehabilitationsträger haben erkannt, welchen wichtigen Beitrag die Vereine am Ende der Rehabilitationskette zur wohnortnahen Rehabilitation leisten.", erklärt Katrin Kunert Vizepräsidentin für Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport des DBS.

"Wir sind froh, dass gerade bei den kostenintensiven Angeboten eine deutliche Steigerung der Vergütungssätze möglich war. Allerdings wird es trotz der Steigerung für die Vereine eine Herausforderung bleiben, insbesondere in Großstädten, Angebote im Wasser kostendeckend anbieten zu können." ergänzt Thomas Härtel Beauftragter für den Rehabilitationssport des DBS.