Bericht der Fortbildung vom 19.10.2013

Aus- und Weiterbildung Vereine

„Trend verpennt“, so lautete der verheißungsvolle Titel der Fortbildung des BSV Rheinland-Pfalz am 19.10.2013 in Trier. Zu Gast beim Reha-Vital e.V. in Trier standen großzügige Räumlichkeiten zur Verfügung, die in Theorie und Praxis den Tag über genutzt werden konnten.

Im Rahmen der Fortbildung wurde erarbeitet, dass es einzig und allein der Kunde ist, der über die Qualität des Angebotes urteilt. Damit müssen auch alle Maßnahmen, die zur Anwendung gebracht werden, in einer sinnvollen Weise auf den Kunden abgestimmt werden.

Trend kommt als Begriff aus dem Englischen und kann mit „Entwicklung“ und „Tendenz“ übersetzt werden. Trends können durch Sportangebote wie Pilates und Yoga verkörpert werden oder finden sich in der Nutzung von Geräten, z.B. Balance-Pads, verwirklicht.

Üblicherweise finden sich in Rehasportgruppen sehr viele Menschen wieder, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander gemein haben. Diese Menschen bilden eine heterogene Gruppe, deren Bedürfnisse teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten. Neben orthopädischen Erkrankungen, sind häufig internistische Krankheitsbilder, wie z.B. Diabetes mellitus zu finden, die kombiniert mit sensorischen Ausfallserscheinungen und mit einer teilweise langen Leidensgeschichte depressive Tendenzen für den Übungsleiter bereithalten. Neben geschlechterspezifischen Besonderheiten kann ein großes Altersspektrum auffallen, indem eine Tendenz zu Menschen über 50 zu erkennen ist, aber auch Teilnehmer Mitte 20 und jenseits der 70 Jahre vorkommen.

All dies zeigt, dass ein Trend an sich nicht gut oder schlecht sein kann. Jeder Übungsleiter muss für sich und mit der Kenntnis um die eigene Gruppe und deren besondere Bedürfnisse entscheiden, welche Mittel eingesetzt werden.

Einhellige Meinung der anwesenden Übungsleiter hierzu war, dass die Rehasportler gefordert werden sollten. Geschont werden diese schon genug. Nach dem Motivationsmodell von Häusel können Menschen und deren Bedürfnisse schnell und ohne größeren Aufwand ermittelt werden. Menschen bedürfnisorientiert zu betreuen bildet die Basis für langfristige Bindung und nachhaltigen Erfolg.

Wie jede einzelne Gruppe sehr unterschiedlich ist, so unterscheidet sich auch die Situation jedes einzelnen Vereins. Eine Musterlösung für alle gibt es nicht. Damit hat jeder Verein eine Daseinsberechtigung und kann sich über individuelle Lösungen im Rahmen der zulässigen Maßnahmen positionieren. 

Der Veranstalter dankt dem Reha-Vital e.V. für die Möglichkeit die Räumlichkeiten zu nutzen und für das außergewöhnlich schmackhafte Mittagsbuffet.


Thomas Hild