Inklusion zum Anfassen durch DRS-Rollstuhlsportangebote 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e.V.

Leistungsport

Hamburg, 30.05.2016  - Unter dem Motto: „Inklusion von Menschen mit einer Querschnittlähmung - eine multiprofessionelle Herausforderung, fand vom 25.-28.05.2016 im Inselpark Hamburg die 29. Versammlung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e.V. (DMGP) statt. Verschiedene Berufsgruppen, die an der Rehabilitation von Menschen mit einer Querschnittlähmung beteiligt sind, wie Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte, trafen sich zum alljährlichen Wissensaustausch und zur Diskussion des Leitthemas Inklusion. Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. hatte in diesem Jahr eine tragende Rolle: Er steuerte mit seinen Referenten nicht nur zum wissenschaftlichen Programm bei, sondern machte das Leitthema Inklusion auch durch Sportangebote vor Ort erlebbar.

„Die DMGP, das BG Klinikum Hamburg und der DRS gehen gemeinsame Wege, sie haben ein gemeinsames Anliegen: Menschen mit einer Querschnittlähmung eine aktive Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Unsere Aufgabe ist, diese Menschen über den Sport in die Rehabilitation zu bringen und sie nach der Entlassung logistisch zu betreuen. Dabei spielt das DRS-Programm Vom Krankenbett zum Sportverein eine wichtige Rolle, auch über Ländergrenzen hinweg“, betonte der DRS-Vorsitzende Ulf Mehrens bei der Eröffnung.

Für Peter Richarz, Leiter des Referats Klinik, Lehre und Breitensport beim DRS, war die diesjährige Tagung ein außergewöhnlicher Erfolg: „Ich war schon bei vielen DMGP-Treffen, doch diese ließ mein Herz besonders hoch schlagen, weil die Beziehung zwischen Inklusion und Sport hier sehr intensiv und vielfältig diskutiert und beleuchtet wurde. Für unseren Verband, der die Aktivität und Mobilität von Rollstuhlfahrern fördert, war es zudem besonders hilfreich zu erkennen, an welchen Schnittstellen wir ansetzen können, um das Inklusionsnetzwerk noch weiter wachsen zu lassen.“   

Besondere Beachtung fand die Rolle des Sports, nicht nur für die Rehabilitation, sondern auch als Motor der Inklusion. Bekannte Paralympioniken, wie die aktuelle WM-Goldmedaillengewinnerin im Para-Kanu, Edina Müller, schilderten während der Podiumsdiskussion, welche Rolle der Sport in ihrem Leben spielt und wie weit es dort mit der Inklusion bestellt ist. Tagungsteilnehmer hatten parallel selbst die Möglichkeit inklusive Sportangebote des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V. zu erleben und zu testen. Dazu zählten das Rollstuhlskaten (WCMX) in der barrierefreien Anlage des Inselparks und der Tauchworkshop im angeschlossenen Schwimmbad des Bäderlandes.

AG-Actionsport Leiter, Patrick Krause, freute sich über die Möglichkeit, das Skaten mit dem Rollstuhl den anwesenden Sporttherapeuten der Kliniken aus erster Hand vorzustellen: „Bei Workshops wie diesen sind wir praktisch an der Schnittstelle zum Patienten und können alle Fragen direkt beantworten. Wir hatten alle sehr viel Spaß hier und konnten zudem zeigen, dass Rollstuhlskaten - alias WCMX - auch für Rollstuhlfahrer mit einer erworbenen Querschnittlähmung möglich ist.“

Die nächste DMGP Tagung findet vom 18.-20. Mai 2017 in Ulm statt.

Fotos: Malte Wittmershaus, www.rollstuhlsport.de / Stefan Quack, BG Klinikum Hamburg 

Mit freundlichen Grüßen

Maria Schmerling

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