Inklusives Verkehrssicherheitstraining beim TV Laubenheim
Verbandsjugend Breitensport VereineAm 29.6.2012 hat die Kinderrollstuhlsportgruppe vom TV Laubenheim erstmals an einem zweistündigen Verkehrssicherheitstraining im und rund um das Sportzentrum Mainz teilgenommen. Die Referenten vom ADAC und der Verkehrssicherheitsschule der Mainzer Polizei wurden vom Übungsleiterteam unterstützt. Geübt wurde das Verhalten sowohl im „Fußgängertempo" bei der Straßenüberquerung als auch im schnelleren Tempo mit Fahrrad, Elektrorollstuhl oder Handbike im Straßenverkehr. Wie „Sicherheit für alle!" funktioniert - das konnte in der inklusiven Sportgruppe hautnah erlebt werden. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten!
Hier ein persönliches Fazit von Herrn Hans-Günther Escher - Polizeioberkommissar in Mainz:
„Als Sie mit Ihrer Bitte an uns heran traten uns an Ihrem Verkehrssicherheitstag zu beteiligen, stellte sich mir nicht die Frage ob, sondern in welcher Art wir uns einbringen könnten.
Eine Veranstaltung, gezielt für mobilitätseingeschränkte Personen hatten wir bis dato noch nie durchgeführt.
Die Tatsache, dass es sich um eine Gruppe handelt, die sowohl vom Alter als auch von der Art der Beeinträchtigungen her sehr unterschiedlich zu behandeln ist, machte es nicht einfacher sich auf diesen Tag vorzubereiten und tatsächlich war es denn auch so, dass wir zwar mit ziemlich genauen Vorstellungen über unsere Art des Einsatzes erschienen, dann aber ganz schnell improvisieren mussten.
Trotz Allem waren wir am Ende davon überzeugt, dass es sich um eine sehr gelungene Veranstaltung handelte; zum Einen deshalb, weil unser Teil eine, wie ich finde optimale Ergänzung zum Programm der Dame des ADAC bildete, primär jedoch deshalb, weil ich glaube, dass alle Beteiligten von diesem Tag profitieren konnten.
Die Motivation und das Interesse Ihrer Gruppe haben bewiesen, dass es die richtige Entscheidung war, sich als Polizei an ihrem Sicherheitstag zu beteiligen und ich denke, dass alle Beteiligten etwas dazu lernen konnten.
Allerdings muss ich sagen, dass meine Kollegen (Kollegin) und ich nicht minder von diesem Tag profitierten. Auch wir kennen die Probleme, die sich für Rollstuhlfahrer auftun lediglich aus Sicht der Autofahrer und Fußgänger, bzw. von dem, was man hier und da so hört oder liest. Wie groß die Probleme selbst bei kleinen Hindernissen wie z. B. einer bereits abgesenkten Bordsteinkante sein können, war uns nicht wirklich bewusst.
Diese Gespräche haben dazu geführt, dass wir als Verkehrssicherheitsberater uns künftig mehr Gedanken darum machen werden, wie wir die Problematik in unseren täglich Aufgabenbereich aufnehmen und transportieren können, um so auch andere auf die Schwierigkeiten aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, dass es letzten Endes zu einem rücksichtsvollem Umgang im täglichen Miteinander führen wird."