Klassischer Fehlstart gegen den Iran

Paralympics 2016

Pleite zum Auftakt der Paralympics


(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren, mit Dirk Passiwan (RSC Rollis Trier) und Kai Möller sowie Matthias Heimbach, die beide in der letzten Saison für die Rolling Devils Kaiserslautern spielten, hat bei den XV. Paralympics in Rio de Janeiro einen klassischen Fehlstart auf dem Parkett derOlympic Arena hingelegt. Gegen den Iran unterlag die deutsche Auswahl überraschend aber nicht unverdient mit 63:69 (12:22/26:36/48:46) und steht nun in Partie zwei am Freitagmorgen gegen die USA bereits unter Zugzwang.


„Wir sind natürlich sehr enttäuscht über das Resultat und müssen einfach
eingestehen, dass wir viel zu nervös waren“, so Bundestrainer Nicolai Zeltinger
nach der Partie vor rund 2.500 Zuschauern. Er musste mit ansehen, wie seine
Mannschaft bereits im ersten Viertel offensiv wenig Durchschlagskraft
entwickelte. Während der Iran in fast allen Situationen entschlossener agierte,
wirkte das Team mit dem Adler auf der Brust überaus nervös und war beim
20:33 (18.) schon deutlich in Rückstand.


Doch nach der Pause schien der Knoten zu platzen, als vor allem André Bienek
endlich die zuvor schwache deutsche Wurfquote mit drei Dreiern in Serie
aufbesserte. Nun verlor der Iran urplötzlich seine Souveränität und geriet mit
selbst mit 50:55 (33.) in Rückstand. Die Partie schien eine Wende zu erfahren,
doch moralisch stark, kämpfte sich das Team um Topscorer Morteza Ebrahimi
zurück in das Spiel und sorgte mit einem 11:0-Lauf binnen vier Minuten für die
Entscheidung.