Mit Mandeville zu den Paralympics nach London
Verbandsjugend Paralympics 2012 Leistungsport Breitensport VereineBereits am Montag reiste die Gruppe aus der Schweiz in Mainz an um dort gemeinsam mit den Teilnehmern aus Laubenheim gebührend von Oberbürgermeister Michael Ebling nach London verabschiedet zu werden.
Die Nacht verbrachten alle Teilnehmer gemeinsam in der Sporthalle in Laubenheim, denn um die Fähre nach England zu erreichen, begann die Reise mit dem barrierefreien Bus bereits um drei Uhr - mitten in der Nacht. Das Übersetzen mit der Fähre war für viele Teilnehmer ein ganz besonderes Erlebnis. Auch wenn es sich zunächst als etwas komplizierter herausstellte, mit insgesamt 16 Rollstuhlfahrern den Ärmelkanal zu überqueren, war die Fahrt mit der Fähre eine willkommene Abwechslung.
London - Sehenswürdigkeiten wo man nur hinsieht
In London angekommen erlebte die Gruppe ein Highlight nach dem anderen. Bei einer kleinen Stadtrundfahrt mit dem Bus durchquerten wir sogar den paralympischen Fackellauf, einige bekamen die Fackel aus nächster Nähe zu sehen. Im Anschluss folgte ein ganz besonderer Höhepunkt, die 30-minütige Fahrt mit dem London Eye. Aus 135 Meter Höhe konnten die schwindelfreien Teilnehmer die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Die Queen bekamen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber die Wachen des Buckingham Palace.
Die Eröffnungsfeier – Gänsehaut pur
Am Mittwoch besuchten wir die Eröffnungsfeier im Olympiastadion. Bereits die lautstarke Begrüßung im Olympiapark durch unzählige freiwillige motivierte Helfer sorgte bei vielen Teilnehmern für Sprachlosigkeit. Die Stimmung im ausverkauften Olympiastadion war atemberaubend. Mit Flaggen und Jubel begrüßten wir die Teams aus Deutschland und der Schweiz. Der Einmarsch der Athleten wurde eingerahmt von einer gigantischen Show mit schwebenden Rollstuhlfahrern, einem großen Lichtspektakel und natürlich der Eröffnungsrede der Queen.
Der Olympiapark und die Wettkampfstätten
Im Mittelpunkt der Londonreise standen die Wettkämpfe im Olympiapark. Ausgestattet mit Fanartikeln aus Deutschland und der Schweiz wurden die Athleten in den verschiedenen Wettbewerben unterstützt. Während es in den Sportarten Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Tischtennis, Tennis und Sitzvolleyball galt, so laut wie möglich anzufeuern, herrschte beim Goalball faszinierende Stille, denn dort waren die blinden Athleten auf das Geräusch des Klingelballs angewiesen. Während wir beim Rollstuhlbasketball leider das Spiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft verpassten, bekamen wir beim Tischtennis gleich die Möglichkeit mehrere deutsche Athleten zu bejubeln. Darunter unter anderem Jochen Wollmert, der letztendlich sogar die Goldmedaille gewann.
Die Stimmung im Olympiapark wird allen noch lange in Erinnerung bleiben. Die vielen freiwilligen Helfer in London sorgten mit Megafon und Musik für gute Laune und beste Orientierung auf dem Gelände.
Wir danken allen Sponsoren, die diese Reise möglich gemacht haben, insbesondere dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Rheinland-Pfalz, dem Verein „Mainz 05 hilft e.V.“ und der Firma Security Training International und wir danken allen Unterstützern, die diese Reise mit ihrer Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und ihrer guten Laune unvergesslich gemacht haben.
Bericht: TV Laubenheim


