Paracycling - Ansgar Schneider siegte für Stimmel-Sports e. V. in Heidelberg
Leistungsport Breitensport





Ansgar Schneider, der damals Interimsvorsitzender von FV Hofheim war, fing 2009 im Gesundheitszentrum Jörg Stimmel wieder an aktiv Sport zu treiben. Animiert hierzu wurde er von seinem Bekannten Erik Frank, der zu der Zeit noch in der Geschäfts-führung des Gesundheitszentrums war. Ansgar verlor recht schnell viel Gewicht und wurde wieder fit. Als ihm 2010 das Training nicht mehr reichte, bekam er von seinem Physio- therapeuten den Tipp sich an den deutschen Behindertensportbund (DBS) zu wenden und sich über das Para-Cycling (Radsport für Menschen mit Behinderung) kundig zu machen. Noch im Spätjahr 2010 wurde Ansgar Schneider vom damaligen Bundestrainer Adelbert Kromer zu einem Sichtungslehrgang eingeladen. Auf diesem Lehrgang wurde ihm sehr schnell klar, dass der Radsport sein neuer Sport wird Im Frühjahr 2011 konnte Ansgar auf den Leistungslehrgängen auf Mallorca und in Italien erste Kontakte zur Nationalmannschaft knüpfen. Sein erstes Rennen über drei Etappen (zwei Bergzeitfahren und ein Straßenrennen) in Bilbao (Europa-Cup) beendete Ansgar Schneider mit dem 6. Platz, dabei trug er das Nationaltrikot. Es folgten weitere Rennen national und international. 2011 erzielte Ansgar bei den Euro-Cup-Rennen in Piacenza den 7. Platz, in Önsingen den 4. Platz und in Elzach beendete Ansgar sein Rennen nach einem Stutz als mit dem 9.Platz. Den Manfred-Sauer-Stiftung Cup in Lobach und den Rollstuhlmarathon in Heidelberg beendeter er als zweiter.
Letztes Jahr konnte er sich leicht verbessern: 5. Platz in Bilbao, 7. in Piacenza, 4. in Schenkon, 7. In Elzach und beim Zeitfahren auf der Deutschen Meisterschaft wurde er 3. Bei dem Straßenrennen der DM nach einem Sturz noch fünfter
Mit dem Verlauf der aktuellen Saison ist Ansgar nicht so sehr zufrieden. Er wurde in Önsingen 7. Und in Elzach 6. (UCI-Wertung) und 5. (DM-Wertung). Ein Lichtblick könnte da sein jüngstes Rennresultat sein. Beim Rollstuhlmarathon in Heidelberg, beendete er sein Rennen über die Halbmarathonstrecke 21,5 KM nach 50 Minuten und 17 Sekunden als erster Dreiradfahrer.
Wie er berichtete, war es an diesem Tag sehr heiß und ihm ging es nicht so gut, aber trotzdem ist er gestartet. Die Strecke war ihm bestens bekannt da er sieben Jahre in Neckargemünd gewohnt hatte. An diesem Morgen standen drei Dreiradfahrer am Start, Markus Land, Thomas Neuhäuser und Ansgar Schneider. Neuhäuser startet auf UCI-Rennen in derselben Schadensklasse (MT2) wie Ansgar Schneider. Land startet in der Klasse MT1. Für Ansgar war seine Platzierung nicht überraschend, berichtete Schneider. Mit seiner Zeit ist er voll zufrieden. Für den nächsten Rollstuhlmarathon 2015 hatte er sich eine Zeit von 45 Minuten vorgenommen. Er hofft, dass auch noch weitere Dreiradfahrer den Weg nach Heidelberg finden.
Aktuell bereitet Ansgar sich auf die nächsten Rennen im September in Lüttich und in Prag vor. Im letzten September hatte er einen Profi-Radtrainer unter Vertrag genommen, welcher auch mit Patrick Kromer arbeitet dem aktuellen Bundestrainer.
Wie sich jetzt jeder vorstellen kann, ist so was nicht ohne „Helfende Hände“, so nennt Ansgar seine Sponsoren, zu bewältigen. Ansgar bekommt aktuell Unterstützung z. B. vom Behindertensportverband RLP, OK-Cycling kümmert sich um das Material, Stimmel-Sports e. V. ermöglicht es ihm als Behinderter seinem Sport nachzugehen. Außerdem bekommt er die Startgebühren erstartet. Im Gesundheitszentrum Jörg Stimmel absolviert er seine Indoor-Einheiten, Helfende Hände bekommt er auch von Dr. Med. Markus König und Francesco Cummaudo, der ihn bei Roche Diagnostics an die Radsportgruppe vermittelt hat, dies brachte ihm ein Satz Trikot mit Hose. Auch die Firma Kintex zählt seit neustem zu seinen Sponsoren
