SFD Boccia Spieler bei 3 Turnieren
Leistungsport
Bis auf einige gesundheitlich verhinderte Boccia Spieler waren alle Wettkampfspieler der Sportfreunde Diakonie Bad Kreuznach innerhalb einer Woche bei verschiedenen Turnieren.
Die 3 Nationalmannschafts Spieler fuhren nach Blankenberge/Belgien an die windige Nordsee. Bei den gut besetzten Papa Champs für Rampenspieler haben die 3 Bad Kreuznacher zwar immer gut mitgespielt, konnten aber wenig Erfolg verbuchen. Andreas Welzel verliert nach 3:3 im Tie Break gegen Patrick Wilson aus England, Petra Benharkat führt nach 3 Runden 3:2 gegen den späteren Turniersieger Chris Jackson, verliert aber knapp mit 3:4. Den gleichen Spielverlauf gab es im Spiel von Thomas Knoth gegen die schwedische Nr. 1 Christopher Haghdal, 3:4. Doch der deutsche Meister setzte im letzten Gruppenspiel zur Aufholjagd an und entschied nach Berechnung der Gruppensituation beim sensationellen Stand von 9: 0 gegen den Russen Maxim Vasiljew mit den restlichen Bällen kein Risiko mehr einzugehen, weil 8 Bälle Differenz zum Weiterkommen reichen würden. Voraussetzung war aber ein Sieg von Haghdal, der jedoch seine 5:0 Führung noch verspielte und nach 5:5 im Tie Break verlor. Somit überstand keiner die Vorrunde.
Im Paarspiel gingen die Deutschen oft in Führung, gewannen in 3 Spielen 2 von 4 Runden, hatten aber meist eine schlechtere Runde dabei mit 3 oder 4 Punkten für die Gegner, die den Sieg kostete. Am knappsten war das Unentschieden von 2:2 gegen Schweden, das im Tie Break verloren wurde. Am Ende blieb nach 3 weiteren Niederlagen nur Platz 5.
Am gleichen Wochenende traten die „Werfer“ und auch leichter behinderten SFD Boccia Spieler mit 2 Teams a 3 Spielern auf dem Feld bei den Landesmeisterschaften in Budenheim an. Beide Mannschaften waren letztes Jahr in die A-Gruppe aufgestiegen. Gleich zu Beginn gabe es eine faustdicke Überraschung als die Zweite ihre Punktevorgabe durch die Handicap Punkte mit 14:10 zum Sieg über die Erste behauptete. Sie konnte später noch das Prestigeduell gegen das Haus Miteinander vom Frankenthaler Verein mit 12:11 gewinnen. Diese beiden Teams sind die einzigen, die rein aus Rollstuhlfahrern bestehen, im Reigen von überwiegend älteren Fußgängern. Am Ende reichte das für Stefanie Kötz, Wassili Beck, Heidi Schlarb, Gerd Kwiedor mit Platz 7 zum erfreulichen Klassenerhalt.
Die Sportfreunde Diakonie 1 gewannen mit 12:9 gegen Budenheim 1 und 13:8 gegen Landau 1, unterlagen gegen die besten Vereine des Turniers nur denkbar knapp. 11:12 hieß es gegen die Zweiten Frankenthal 1 und 9:10 gegen die Landesmeister Pirmasens 1. Platz 5 war trotzdem zufriedenstellend für Mannschaftsführer Willi Metze, sowie Jürgen Waldorf und Stefan Groß und bedeutete natürlich die Etablierung unter den ersten 8 Mannschaften, die in einem langen Turnier Jeder gegen Jeden antraten.
Turnier Nummer Drei war das Qualifikationsturnier zur Deutschen Einzel-Meisterschaft in Düsseldorf für die paralympischen Spieler. Die Natiospieler waren schon gesetzt. Die ersten 4 jeder Startklasse konnten sich für die DM qualifizieren. Georg Ludwig schaffte es mit Platz 4. Die ersten 3 bei den Werfern der Klasse BC1 waren alle punktgleich, so dass das Ballverhältnis entschied. Gerd Kwiedor freute sich über Platz 2 und verzeichnete mit 4:2 den einzigen Sieg gegen den Sieger Stephan Vokuhl vom neu gegründeten Verein Rhinos Wiesbaden.
Bei den Rampenspielern startete Marc de Jong gleich mit einem 9:0 gegen Jutta Lohner aus Wiesbaden und wurde am Ende Dritter mit seinem neuen Assistenten Kamal Asha. Wiedereinsteiger Andrej Marger, der 2 Jahre aus gesundheitlichen Gründen pausiert hatte stand vor einem Endspiel um Platz 4 oder 5 gegen die gleiche Gegnerin. Auch er hat mit Fynn Brendes einen neuen Assitenten, der mit 14 Jahren der jüngste unter den Assistenten ist und seine Sache hervorragend machte. Beide konnten nach dem 6:2 Sieg zurecht hocherfreut die Urkunde und Glückwünsche zu Platz 4 entgegen nehmen. Somit hatten es alle 4 Starter der SFD geschafft. Die Fahrt nach Rostock im Oktober kann organisiert werden.
(Bericht: Jürgen Erdmann-Feix)
