Spaß und Freundschaft beim WM-Test

Leistungsport

Sitzvolleyball: Ukrainisches Nationalteam spielt beim Trainingslager in Koblenz auf Einladung des BSV gegen eine Rheinland-Pfalz-Auswahl

Wenn das Wort „Freundschaftsspiel“ für eine Sportveranstaltung mal zutreffend war, dann an diesem Abend in der kleinen Sporthalle St. Josef des Brüderkrankenhauses in Koblenz: Bei allem sportlichen Ehrgeiz und allen wichtigen Trainingsaspekten vor der anstehenden Sitzvolleyball-Weltmeisterschaft war Freundschaft das Wichtigste beim Aufeinandertreffen des ukrainischen Nationalteams und einer Rheinland-Pfalz-Auswahl. Karl Peter Bruch, der Präsident des Behinderten- und Rehabilitationssport-Verbandes Rheinland-Pfalz (BSV-RLP), der als Ausrichter fungierte, brachte es auf den Punkt: „Wir wollen einfach nur helfen.“

Auch Staatssekretärin Nicole Steingaß betonte diesen Aspekt, als sie erläuterte, warum das Innenministerium gern die Schimherrschaft für die Veranstaltung übernommen habe: „Sport überwindet Grenzen. Ich fühle mich geehrt, dass ich dabei sein darf, nicht obwohl es nur ein Freundschaftsspiel ist, sondern weil es gerade darum geht.“

Freundschaft war auch für die beiden Haupt-Organisatoren, Nationalmannschaftsarzt Dr. Axel Ruetz und „Mr. Sitzvolleyball“ Heiko Wiesenthal die Triebfeder, um den BSV und das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) als Veranstalter des viertägigen Trainingslagers zu gewinnen, in dem sich die Ukrainer auf die WM in Sarajevo vorbereiten. Das Freundschaftsspiel gegen die leicht verstärkte, aber kurzfristig zusammengewürfelte Rheinland-Pfalz-Auswahl stellte den Höhepunkt des Aufenthalts in der Stadt an Rhein und Mosel dar.

Rund zweieinhalb Tage brauchten die Ukrainer, um über Polen nach Koblenz zu kommen. Die Reisestrapazen waren den Gästen aus dem vom Krieg gebeutelten Land anzumerken: Im ersten Satz hatten sie der stark aufspielenden Landesauswahl wenig entgegenzusetzen. Überraschend klar gewannen die Deutschen diesen Durchgang. Doch dann hatten sich die Ukrainer, die in der Weltrangliste unter den Top Ten sind und nur einen Platz hinter Deutschland liegen, besser eingespielt. Am Ende hieß es 3:1 (17:25, 25:22, 25:20, 25:19) für die Gäste. Wie viel Spaß das freundschaftliche Kräftemessen allen Beteiligten machte, ließ sich auch daran ablesen, dass spontan noch ein Tiebreak-Satz obendrauf gesetzt wurde, den die Ukraine mit 16:14 ebenfalls für sich entschied.

Vom 4. bis 11. November wird es für die ukrainische und die deutsche Nationalmannschaft um Heiko Wiesenthal und Francis Tonleu in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina Ernst bei den Welt-Titelkämpfen. Gut, dass vorher in Koblenz noch einmal der Spaß dominierte.

Text: Bernd Paetz (BSV)

Fotos: Sascha Ditscher

Spieler beider Mannschaften gegenüber am Netz mit einem Ball im Flug über das Netz

Ein packendes Sitzvolleyballspiel zwischen Team Rheinland-Pfalz und der Nationalmannschaft der Ukraine

Ein Hinwesischild, welches den Weg zum Freundschaftsspiel aufzeigt

Ein Hinweisschild, das das Motto des Abends klar macht.

Beide Teams im selben Outfit vor dem Freundschaftsspiel

Beide Teams im selben Outfit vor dem Freundschaftsspiel

Die Organisatoren Axel Ruetz und Heiko Wiesenthal

Die Organisatoren Axel Ruetz und Heiko Wiesenthal

Staatssekretärin Nicole Steingaß spricht ein Grußwort als Schirmherrin

Staatssekretärin Nicole Steingaß: „Es ist mir eine Ehre, dabei zu sein.“

Karl Peter Bruch spricht zur Eröffnung

BSV-Präsident Karl Peter Bruch: „Wir wollen einfach nur helfen.“

Dr. Axel Ruetz im Gespräch mit Annette Schaade (Kaufmännische Direktorin des KKM), Staatssekretärin Nicole Steingaß und BSV-Geschäftsführer Olaf Röttig

Dr. Axel Ruetz im Gespräch mit Annette Schaade (Kaufmännische Direktorin des KKM), Staatssekretärin Nicole Steingaß und BSV-Geschäftsführer Olaf Röttig

Gespräch zwischen Francis Tonleu, Nicole Steingaß und Karl Peter Bruch

Der rheinland-pfälzische Nationalspieler Francis Tonleu im Gespräch mit Staatssekretärin Nicole Steingaß und BSV-Präsident Karl Peter Bruch.

Heiko Wiesenthal und Katja Froeschmann halten ein T-Shirt vor sich

Als Dankeschön an Katja Froeschmann gab es von Heiko Wiesenthal ein von allen Spielern unterschriebenes Trikot. Die Inklusionslotsin vom Landessportbund Rheinland-Pfalz ist eine sehr engagierte Unterstützerin der deutschen Sitzvolleyballer.