Über Hachenburg nach Rio - Integratives Sportfest in Hachenburg

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Weltrekordsprung

Über Hachenburg nach Rio-Integratives Sportfest in Hachenburg

-Hachenburg- Über Hachenburg nach Rio.

Am Samstag, den 20. August war die Leichtathletik-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensport-Verbandes zu Gast beim Integrativen-Sparkassen-Meeting im Hachenburger Burbach-Stadion.

Der Veranstalter, die TuS Hachenburg hat sich bei diesem Event selber übertroffen. Ein Wettkampf zwischen Sportlerinnen und Sportlern mit und ohne Behinderung hat es in dieser Form in Rheinland-Pfalz noch nicht gegeben. Die Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Miteinanders der Athleten untereinander hat mal wieder gezeigt, dass die Inklusion im Sport angekommen ist-ein gutes Vorbild für unsere Gesellschaft.

Auch der Bundestrainer Willi Gernemann war mit der Veranstaltung sehr zufrieden und sprach dem Veranstalter sein Lob aus.

Aus Rheinland-Pfalz gehören mit Maike Hausberger, PST Trier, Mathias Mester, 1.FC Kaiserslautern und Reinhold Bötzel, TuS Rot-Weiß Kobelnz, drei Sportler dem Paralympicsteam Rio 2016 an.

Maike Hausberger stellte im Weitsprung mit 4, 14 eine persönliche Bestleistung auf und fährt mit diesem Ergebnis im Rücken mit viel Selbstbewusstsein nach Rio. Mathias Mester stellte im Speerwurf auch sein Können unter Beweis. In einem tollen Wettbewerb schickte Mester einen Fingerzeig an seine Konkurrenz nach Rio und verdeutlichte mit dieser Weite seine Ambitionen für das berühmte Treppchen.

Der dritte rheinland-pfälzische Athlet Reinhold Bötzel lieferte sich ein packendes Duell mit einem Wissener Hochspringer. Die 1,60m waren für Beide kein Problem. Als die Latte dann bei 1,70m lag wurde es richtig spannend. Beide Sportler absolvierten auch diese Höhe. Bei 1.74m verabschiedete sich der Wissener Nachwuchssportler aus dem Wettbewerb. Für Bötzel war bei 1,78m auch Schluss. Um keine Verletzung zu riskieren stieg er bei dieser Höhe auch aus. Dennoch zeigte er sich sehr zufrieden.

Zahlreiche persönliche Bestleistungen sowie Deutsche, Europa-und Weltrekorde wurden im Burbach-Stadion erzielt.

So schaffte es Felix Streng in seiner Startklasse T44, aus dem Team  Bayer Leverkusen, seine persönliche Bestleistung in 10,98 sek. über 100m und stellte auf 200m-Sprint in 21,79 sek. einen neuen Europarekord auf. Europarekorde liefen auf der schnellen Bahn in Hachenburg ebenso, David Behre (Startklasse T44) mit 21,93 sek. auf 200m und Irmgard Bensusan in 13.09 sek über 100m.

 Der Höhepunkt war der Weltrekord im Weitsprung.

Um 14.42 Uhr flog Heinrich Popow 6,77m durch die Hachenburger Luft und verbesserte seinen eigenen Rekord um 2cm. Der aus Nisterau stammende, Unterschenkel amputierte Ausnahmeathlet hatte hier im Burbach Stadion ein Heimspiel. Viele Fans, Freunde und Unterstützer feuerten Ihn beim Anlauf mit rhythmischen Klatschen an. Und direkt der erste Sprung brachte den Rekord.


Popow, Goldmedaillengewinner der Paralympics London 2012 auf 100m Sprint, kündigte an, bald die 7,00m Marke knacken zu wollen. Dass dies möglich ist, zeigte er auch in Hachenburg, leider waren diese Versuche ungültig. Seine Ziele in Rio sind klar definiert: Gold im Weitsprung und Gold im Sprint über 100m.

Die paralympische Mannschaft präsentierte sich nicht nur in herausragender sportlicher Verfassung sondern zeigte ebenfalls eine überragende menschliche Art. So waren die Ausnahmeathleten für Autogramme, Fotos und ein kleines Gespräch jederzeit bereit. Ein Vorbild für alle Sportler.

Dem TuS Hachenburg ist mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung wieder etwas Einmaliges gelungen. Inklusion in Perfektion.

 

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