Nachruf Petra Benharkat
Im Jahr 2007 begann Petra mit dem paralympischen Boccia. Anfangs noch mit einer Regenrinne an einem Gestell als Rampe spielend, entwickelte sie sich dank ihres großen Ehrgeizes schnell weiter. Schon bald stellte sich der sportliche Erfolg ein: Sie wurde zweimal Deutsche Meisterin, errang insgesamt drei Deutsche Meistertitel und wurde fünfmal Deutsche Vizemeisterin.
Petra war die erste deutsche Boccia-Spielerin, die auch auf internationaler Ebene konkurrenzfähig war. Über mehr als zehn Jahre hinweg gehörte sie der deutschen Nationalmannschaft an. Für den deutschen Boccia-Sport war sie eine echte Pionierin, Vorzeigesportlerin und Wegbereiterin für nachfolgende Generationen.
Sie war eine Kämpferin – nicht nur im Sport, sondern auch im Leben. Als muskelkranke Person setzte sie sich mit großer Entschlossenheit für Selbstbestimmung und die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.
Durch ihre gewissenhafte, verlässliche und hilfsbereite Art war Petra zudem eine tragende Säule ihres Vereins. Viele Jahre engagierte sie sich bei den Sportfreunden Diakonie Bad Kreuznach als Rehasport-Beauftragte und prägte diese Arbeit nachhaltig.
In großer Anerkennung und tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einer außergewöhnlichen Sportlerin, Mitstreiterin und Persönlichkeit.
Quelle: Jürgen Erdmann-Feix/Thomas Keller
